Gesundheitstipp

Gefäßsport als wirksame Therapie bei
Peripherer Arterieller Verschluss Krankheit (PAVK)

Eine gute Durchblutung ist Voraussetzung für eine bessere Sauerstoffversorgung, da Sauerstoff mit dem Blut zu den Geweben und Organen gelangt. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) ist die Blutversorgung der Beine oder Arme gestört. Die Folgen können fatal sein, schlimmstenfalls kommt es zu einem Beininfarkt, der ggf. eine Amputation erforderlich macht. Die Zahl der jährlichen Amputationen wird deutschlandweit auf 60.000 geschätzt. Der Grund dafür ist eine zunehmende Verengung der „peripheren“ Arterien, wie die Bein- und Armarterien auch bezeichnet werden. Doch zusätzlich haben PAVK- Patienten ein stark erhöhtes Risiko neben dem Beininfarkt auch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Ursächlich für alle drei Krankheitsbilder ist meist Arteriosklerose, die durch zahlreiche Risikofaktoren, wie Bewegungsmangel, einseitige Ernährung oder genetische Faktoren ausgelöst werden kann. Der Verlauf einer PAVK ist individuell sehr unterschiedlich und wird in vier Stadien eingeteilt:
  • Stadium I: Schmerzen beim Gehen
    Bei 90% der PAVK Fälle sind die Beine betroffen, dies bemerkt man oft nach wenigen Metern gehen. Häufig verspürt man die Schmerzen in der Wade, etwas seltener im Oberschenkel, Gesäß oder Fuß. Durch die Schmerzen signalisiert die Muskulatur einen Sauerstoffmangel.
  • Stadium II: Claudicatio intermittens („unterbrochenes Hinken“)
    Die Schmerzen zwingen den Betroffenen oft zu regelmäßigen Pausen beim Gehen. Man spricht auch von der „Schaufensterkrankheit“, da Betroffene die Pause durch den Halt vor einem Schaufenster tarnen, was allerdings die Schwere der Erkrankung verharmlost.
  • Stadium III: Ruheschmerzen
    Kann die PAVK nicht gestoppt werden, so wird die Durchblutung immer weiter behindert. Die Schmerzen stellen sich so auch in Ruhe ein – besonders wenn die Beine horizontal (in der Nacht) liegen.
  • Stadium IV: offene Beine, Verlust von Gewebe
    Da die Durchblutung ziemlich schlecht ist, verheilen auch kleinste Verletzungen schlecht. Somit können Infekte auftreten oder Gewebe kann absterben.
Was kann man dagegen tun?
Ein strukturiertes und überwachtes Trainingsprogramm ist deutlich wirkungsvoller als ein individuelles Gehtraining, denn es ist wichtig, dass die Trainingsintensität bis zum Belastungsschmerz ausgedehnt wird. Es ist auch notwendig, die Schonhaltung zu verringern, die sich die Betroffenen angewöhnt haben, um die Schmerzen beim Gehen zu verringern. Beim Gefäßtraining wird nicht nur das Gehen trainiert, es handelt sich vielmehr um ein sporttherapeutisches Training mit Aufwärmen, Dehnung, Training und Koordinationsübungen, das über eine Gesamtdauer von mindestens einer Stunde andauern sollte. Der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg gegen die PAVK liegt in der konsequenten Bekämpfung der Risikofaktoren durch Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Quellenangaben beim Verfasser


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