Gesundheitstipp

Krafttraining gegen Krebs

Studien haben bewiesen, dass regelmäßige Bewegung auch Krebs vorbeugen kann. Jetzt ist sich die Medizin sicher: Auch Krebspatienten können von regelmäßigem Training profitieren. Erste Ergebnisse aktueller Studien am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg beweisen: Krafttraining bei Krebs steigert nicht nur die Lebensqualität. Muskelaufbau wirkt auch einer tumorbedingten Abmagerung (Kachexie) und Erschöpfung (Fatigue) entgegen. „ Bei der so genannten Kachexie verstoffwechselt der Körper sein eigenes Fettgewebe und greift später sogar Strukturproteine der Muskulatur an“. Je nach Art des Tumors magern bis zu 80 Prozent der Patienten stark ab, sind ausgezehrt und entkräftet. Selbst kalorienreicher Ernährung sind dabei Grenzen gesetzt.

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie könnte im Krafttraining liegen.
„Kraft gegen Krebs“ heißt das Pilot-Projekt von Sporthochschule Köln und DKFZ, bei dem die Wissenschaftler die Effekte eines gezielten Krafttrainings bei Brustkrebspatientinnen während der Chemotherapie untersucht haben.
Während Ausdauertraining den Metabolismus, die Kapillarisierung und den Sauerstofftransport verbessert, kann Krafttraining gezielt die Synthese von Strukturproteinen des Muskels anregen. So könnte z.B. bei Patienten mit Prostata-Karzinom ein gezielter Aufbau der Beckenbodenmuskulatur eine Verbesserung der Inkontinenz bewirken.


„Kraftsport für eine Stärkere Immunabwehr“
In einer Studie konnte der Wissenschaftler Dr. Krakowski-Roosen nun gemeinsam mit seinem Team zeigen, dass Krebspatienten durch gezielte Übungen innerhalb von nur acht Wochen bis zu 20 Prozent mehr Kraft entwickelten und ihre Muskelmasse zunahm.
Die Teilnehmer der Studie haben wieder Proteine aufgebaut und an Gewicht zugelegt.
Zudem konnten die Wissenschaftler eine überraschende Entdeckung machen: „Wir prüften die natürlichen Killerzellen im Körper und stellten fest, dass bei trainierenden Patienten diese gegen Tumoren gerichtete Abwehrzellen aktiver sind.“ Kraftsport beeinflusst also auch die Abwehrkräfte der Patienten positiv.

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