Gesundheitstipp

Metabolisches Syndrom

Unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom“ versteht man das gemeinsame Auftreten der Risikofaktoren Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes Typ II und Fettstoffwechselstörung.
Diese Kombination stellt ein hohes Risiko für die Herz-Kreislauf-Gesundheit dar. Hierbei kommt dem Übergewicht eine übergeordnete Rolle zu, denn es begünstigt die Entstehung der anderen Risikofaktoren. Kritisch sind hierbei v.a. die Fettpolster um die Taille zu beurteilen. Der Taillenumfang sollte bei Männern nicht mehr als 102 cm, bei Frauen nicht mehr als 88 cm betragen.
Gemessen wird ca. 2 cm über dem Bauchnabel.
Die Fettstoffwechselstörung zeigt sich speziell durch die erhöhten Cholesterin-, erhöhte Triglyceride-, und niedrigeren HDL-Werte im Blut.
Diabetes besteht dann, wenn der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand einen Wert von mehr als 125 mg/dl aufweist.
Bei der Behandlung des metabolischen Syndroms kommt der körperlichen Bewegung eine zentrale Bedeutung zu. Durch das gesundheitsorientierte Training werden u.a. folgende positive Effekte erzielt:
  • Durch das Training wird speziell die Aktivität der fettverwertenden Enzyme erhöht. Beim Abbau der Fette werden aus den VLDL- und LDL-Molekülen (Cholesterin) die positiven HDL-Moleküle aufgebaut.
  • Nach körperlicher Belastung wird der Appetit weniger, denn unter körperlicher Aktivität wird Blutzucker verbraucht. Dadurch wird die Insulinsekretion in der Bauchspeicheldrüse zurückgenommen, der Insulinspiegel im Blut - und damit der Appetit - nehmen ab.
  • Nach intensiven körperlichen Belastungen bleibt die Stoffwechselaktivität bis zu 24 Stunden erhöht.
  • Bei einem Versuch, das Gewicht nur durch weniger Essen zu vermindern, nimmt zwar der Cholesterinwert im Blut ab, damit aber auch das positive Blutfett, der HDL-Wert. Weniger Essen und mehr Bewegung gehören also zusammen wie die beiden Seiten einer Münze.
  • Das Sportprogramm sollte dabei dem Prinzip der Steigerung folgen, d.h. man sollte mit geringen „Dosen“ beginnen und diese entsprechend der zunehmenden Leistungsfähigkeit steigern.

Quelle:
„Sport- und Bewegungstherapie bei Inneren Krankheiten“
Richard Rost, Deutscher Ärzte Verlag


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