Gesundheitstipp

Training und erhöhter Blutdruck

Über 20 Mio. Deutsche leiden unter Bluthochdruck (Hypertonie). Bewegung ist ein sinnvolles Mittel, um den Blutdruck langfristig zu senken.

Durch körperliche Aktivität kann ein bestehendes Übergewicht reduziert werden, ein nicht unwesentlicher Faktor. Jedes Kilogramm Gewichtsverlust senkt den Blutdruck um 1,5-2,0 mmHg. Demzufolge reduziert sich das Schlaganfall – und Herzinfarktrisiko. Gleichzeitig sinkt auch das Risiko für Erkrankungen des Gefäßsystems. Auch die Werte der Stoffwechselparameter Blutzucker, Cholesterin und Triglyzeride werden verbessert.

Durch regelmäßigen Sport wird auch der periphere Gefäßwiderstand gesenkt, da aufgrund der trainierten Muskulatur neue kleinste Gefäße entstehen. Auch der Tonus des sympathischen Nervensystems wird gesenkt. Dies führt dazu, dass die Herzfrequenz abfällt und die arteriellen Gefäße sich weiten.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass nicht nur Ausdauersport sondern auch dosiertes Krafttraining dazu beiträgt den Bluthochdruck zu senken. Hierbei sollte bei der Ausführung der Übungen unbedingt die Pressatmung vermieden werden. Der größte Erfolg wird mit einer Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining erreicht. Um einen ausreichenden Effekt zu erzielen, sollte mindestens 2-3 mal pro Woche trainiert werden.

Wird der Bluthochdruck medikamentös behandelt, muss die Bewegungstherapie angepasst werden, da z.B. Beta-Blocker die Herzfrequenz senken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei leichter Hypertonie die körperliche Aktivität häufig ein medikamentöses Eingreifen überflüssig machen kann, beim medikamentenpflichtigen Bluthochdruck stellt die regelmäßige Bewegung eine wichtige Begleitmaßnahme dar.

Quellen:
Schlepütz, Chr., Body-Life, 10/2012, S.76-79
Billigmann, P., Sport-Praxis 1/97, S.47

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